Leistungen

Wir behandeln alle neurologischen Erkrankungen und erstellen auf Sie abgestimmte Therapievorschläge, die auf dem aktuellen diagnostischen und therapeutischen Standard basieren. Darüber hinaus bieten wir gezielte Vorsorgeuntersuchungen für Schlaganfall und Demenz an. Ergänzend umfasst unser Leistungsspektrum die psychosomatische Grundversorgung, bei der wir körperliche Symptome betrachten, die mit seelischen Belastungen zusammenhängen.

Schwerpunkte

ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung)

Die fachgerechte Begleitung von Erwachsenen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist ein wichtiger Bestandteil unseres Spektrums. Um einen reibungslosen Ablauf und eine qualitativ hochwertige Versorgung gewährleisten zu können, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

Wunsch nach einer ADHS-Erstdiagnostik (IGeL)

Sollten Sie eine Erstdiagnostik oder eine diagnostische Abklärung bei Verdacht auf ADHS wünschen, können Sie hierfür sehr gerne einen Termin in unserer Praxis vereinbaren. Wir nehmen uns für diese Untersuchung die notwendige Zeit. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir die umfangreiche ADHS-Diagnostik für Erwachsene nur als Selbstzahlerleistung anbieten können. Die gesetzlichen Krankenkassen decken die Kosten für diesen zeitintensiven diagnostischen Prozess in unserer Praxisstruktur leider nicht ab. Die Abrechnung erfolgt transparent nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Bestehende ADHS-Diagnose (Weiterbehandlung)

Eine medikamentöse Behandlung oder weiterführende Therapie in unserer Praxis setzen eine bereits gesicherte Diagnose voraus. Wir übernehmen die Behandlung daher ausschließlich dann, wenn uns eine schriftliche ärztliche Bescheinigung über das Vorliegen der ADHS-Erkrankung vorgelegt wird. Diese muss von einer der folgenden Fachdisziplinen ausgestellt sein:

  • Fachärztin/Facharzt für Neurologie oder Nervenheilkunde
  • Fachärztin/Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Psychologische/r Psychotherapeut/in

Bitte bringen Sie entsprechende Vorbefunde zu Ihrem ersten Termin mit.

Bandscheibenleiden

Rücken‑ sowie ausstrahlende Bein‑ oder Armschmerzen können durch Nervenwurzelreizungen entstehen. Wir führen eine klinische und ggf. bildgebend gestützte und elektrophysiologische Untersuchung durch und besprechen hieraus resultierende Maßnahmen.

Bewegungsstörungen

Bewegungsstörungen umfassen Erkrankungen, bei denen Bewegungen verlangsamt, überschießend oder unwillkürlich auftreten. Wir klären sorgfältig ab, beraten zu Therapieoptionen und begleiten Sie langfristig.

Parkinson-Syndrome

Typische Symptome sind Verlangsamung (Bradykinese), Muskelsteifigkeit, Ruhetremor und Gang-/Haltungsstörungen. Wir bieten eine differenzierte Diagnostik und leitliniengerechte Therapie (inklusive Medikamentenfeinjustierung) an. Bei Bedarf besprechen wir auch weiterführende Verfahren (z. B. Pumpentherapien, tiefe Hirnstimulation in Kooperation).

Dystonie

Anhaltende oder wiederkehrende Muskelkontraktionen mit verdrehten Haltungen oder Fehlstellungen (z. B. Schiefhals, Schreibkrampf).

Tremor/Zittern

Unwillkürliches Zittern in Ruhe oder bei Bewegung (z. B. essenzieller Tremor). Abklärung der Ursache und medikamentöse Behandlung. Bei Bedarf besprechen wir auch weiterführende Verfahren wie tiefe Hirnstimulation in Kooperation.

Weitere Bewegungsstörungen

Z. B. Myoklonien, Tics oder Chorea. Wir führen die notwendige Diagnostik durch und besprechen individuelle Behandlungswege.

Entzündliche Erkrankungen

Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems betreffen Gehirn, Rückenmark oder periphere Nerven. Wir bieten eine Abklärung, individuelle Therapieplanung und engmaschige Betreuung.

Multiple Sklerose (MS)

Die MS ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Beschwerden können u. a. Sehstörungen, Sensibilitätsstörungen, Kraftminderung, Koordinations- und Gleichgewichtsprobleme oder Fatigue (Erschöpfung, Müdigkeit) sein.

Diagnostik: ausführliche Anamnese und neurologische Untersuchung, MRT, Labor inklusive Liquordiagnostik (in Kooperation), sowie neurophysiologische Tests. Auf Basis der Befunde beraten wir zu einer individuell passenden verlaufsmodifizierenden Therapie.

Therapie: Wir führen intravenöse Behandlungen (Infusionstherapien) durch – einschließlich des akuten Schübes (z. B. Kortisoninfusionen) – und beraten Sie zu einer Prophylaxe mit krankheitsmodifizierenden Medikamenten. Zusätzlich besprechen wir nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Physio‑ und Ergotherapie.

Neuromyelitis optica Spektrum (NMOSD) und MOG-assoziierte Erkrankungen

Entzündliche Erkrankungen mit typischer Beteiligung von Sehnerven und Rückenmark. Wir veranlassen die passenden Antikörpertests, koordinieren Bildgebung und leiten eine gezielte Akut- und Langzeittherapie ein.

Epilepsie

Epilepsie umfasst Erkrankungen, bei denen wiederkehrende epileptische Anfälle auftreten. Wir klären ab, beraten zu Therapieoptionen und begleiten Sie langfristig.

Anfallsarten

Epileptische Anfälle können fokal (ausgehend von einer Hirnregion) oder generalisiert sein. Sie äußern sich motorisch (z. B. Zuckungen), sensorisch oder vegetativ und können mit Bewusstseinsbeeinträchtigung einhergehen (z. B. Absencen, myoklonische, tonisch-klonische Anfälle).

Abklärung/Diagnostik

Wir erheben eine Anfallsanamnese, beziehen Augenzeugenberichte ein und führen die notwendige Epilepsie-Diagnostik durch: Routine-EEG (ggf. mit Provokationsmanövern) sowie ein MRT des Kopfes (in Kooperation). Bei Bedarf veranlassen wir weiterführende Untersuchungen (z. B. Video-EEG-Monitoring, Labor) und prüfen Differenzialdiagnosen (z. B. Synkopen, psychogene nicht-epileptische Anfälle).

Therapie

Wir bieten eine differenzierte, leitliniengerechte medikamentöse Behandlung an (inklusive Medikamentenfeinjustierung) mit dem Ziel der Anfallsfreiheit und guter Verträglichkeit. Bei Bedarf besprechen wir auch weiterführende Verfahren wie ketogene Diät oder epilepsiechirurgische Eingriffe in Kooperation mit spezialisierten Zentren.

Beratung im Alltag

Wir beraten zu Auslösern und Lebensstil (z. B. Schlaf, Alkohol, Stress), Beruf und Sport, Reisen sowie zur Fahreignung gemäß geltenden Regelungen.

Migräne und andere Kopfschmerzen

Kopfschmerzen sind häufig, aber im Verlauf, Auslösern und Behandlung sehr unterschiedlich. Diagnostik nach Bedarf: Anamnese mit Kopfschmerztagebuch, neurologische Untersuchung, Labor und Bildgebung in Kooperation. Wir klären die Art des Kopfschmerzes, prüfen Warnzeichen und erstellen einen individuellen Behandlungsplan.

Migräne

Wiederkehrende, meist pulsierende Kopfschmerzen mit Begleitsymptomen wie Übelkeit, Licht/Lärmempfindlichkeit und ggf. Aura (Seh‑ oder Sprachstörungen). Wir besprechen Akuttherapien (z. B. Triptane, NSAR), Optionen zur Prophylaxe (z. B. Betablocker, Topiramat, CGRP-Antikörper) sowie Lebensstil‑ und Trigger-Management.

Spannungskopfschmerz

Diffuse, drückende Kopfschmerzen ohne starke Begleitsymptome. Die Behandlung umfasst schrittweise medikamentöse Maßnahmen, Training von Stress‑ und Muskelentspannung, Schlafhygiene und Bewegung.

Cluster-Kopfschmerz und trigemino-autonome Kopfschmerzen

Sehr starke, einseitige Kopfschmerzen in Attacken mit Tränenfluss, Nasenlaufen oder Augenrötung. Akuttherapie und Prophylaxe werden individuell abgestimmt; wir koordinieren bei Bedarf weiterführende Verfahren in Kooperation.

Idiopathische intrakranielle Hypertension (IIH/Pseudotumor cerebri)

Kopfschmerzen mit Sehstörungen, ggf. Pulsgeräuschen; Diagnose und Behandlung erfolgen strukturiert (Bildgebung sowie Nervenwasser-Bewertung in Kooperation). Ziel ist die Drucksenkung und der Schutz des Sehvermögens.

Weitere Kopfschmerzformen

Z. B. medikamentenübergebrauchsbedingter Kopfschmerz, posttraumatische Kopfschmerzen oder cervicogene Formen.

Muskelerkrankungen/neuromuskuläre Erkrankungen

Neuromuskuläre Erkrankungen betreffen Muskeln sowie die neuromuskuläre Übertragung. Häufige Beschwerden sind Muskelschwäche, schnelle Ermüdbarkeit, Muskelkrämpfe, Schmerzen oder Belastungsintoleranz. Wir bieten eine Abklärung (ggf. in Kooperation) und besprechen geeignete Therapien.

Myopathien

Myopathien sind Erkrankungen des Muskelgewebes, die sich u. a. durch Kraftminderung, Muskelschmerzen äußern können. Ursachen sind vielfältig und reichen von entzündlichen (z. B. Myositiden) über metabolische bis zu erblichen Formen. Die Diagnostik umfasst Anamnese, neurologische Untersuchung, Labor (inkl. Muskelenzyme), ggf. Elektromyographie (EMG), Bildgebung der Muskulatur und in Kooperation genetische bzw. weitere spezialisierte Untersuchungen. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und schließt medikamentöse, physiotherapeutische sowie alltagspraktische Maßnahmen ein.

Myasthenie und Störungen der neuromuskulären Übertragung

Die Myasthenie zeichnet sich durch belastungsabhängige Muskelschwäche mit Schwankungen im Tagesverlauf aus (z. B. hängende Augenlider, Doppeltsehen, Kau-/Sprech-/Schluckbeschwerden sowie Schwäche). Wir veranlassen passende Antikörpertests, führen elektrophysiologische Untersuchungen durch und besprechen die leitliniengerechte Therapie. Verlaufskontrollen und Anpassungen erfolgen eng abgestimmt.

Periphere Nervenerkrankungen

Periphere Nervenerkrankungen betreffen die Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark. Typische Beschwerden sind Taubheitsgefühle, Kribbeln, Schmerzen, Muskelschwäche oder eingeschränkte Feinmotorik.

Polyneuropathien

Polyneuropathien sind meist symmetrische, an Füßen beginnende Funktionsstörungen mehrerer Nerven. Häufige Ursachen sind Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes), Vitaminmangel, Medikamente, Alkoholmissbrauch oder entzündliche Prozesse. Wir führen eine strukturierte Diagnostik durch (Anamnese, neurologische Untersuchung, Labor, ggf. Nervenleitgeschwindigkeit/EMG) und besprechen eine ursachenorientierte und symptomatische Therapie.

Periphere Nervenkompressionssyndrome

Dazu zählen Einengungen einzelner Nerven, z. B. das Karpaltunnelsyndrom (Medianusnerv) oder Ulnarisengpass am Ellenbogen. Typische Anzeichen sind nächtliches Händekribbeln, Kraftverlust oder Schmerzen. Die Abklärung erfolgt klinisch, mit elektrophysiologischer Messung und bei Bedarf mit Neurosonographie des betroffenen Nervs. Behandlung je nach Befund konservativ (Schienen, Entlastung, Physiotherapie) oder in Kooperation chirurgisch.

Neuralgien

Neuralgien sind Nervenschmerzen, welche oft als stechend oder brennend empfunden werden. Sie können nach Verletzungen, Entzündungen oder Druckbelastung auftreten. Wir prüfen mögliche Ursachen und beraten Sie zu einer geeigneten Schmerztherapie. Bei Bedarf erfolgt die weitere Abklärung in Kooperation.

Restless-Legs-Syndrom (RLS)

Unangenehme Missempfindungen und Bewegungsdrang der Beine, meist abends und nachts, können zu Ein‑ und Durchschlafstörungen führen. Wir prüfen mögliche Auslöser (z. B. Eisenmangel, Medikamente) und leiten eine leitliniengerechte Therapie ein. Ergänzend beraten wir zu Schlafhygiene und alltagspraktischen Maßnahmen.

Schwindel

Schwindel hat vielfältige Ursachen – von gutartigem Lagerungsschwindel über Störungen des Gleichgewichtsorgans bis hin zu zentralneurologischen Auslösern. Wir klären die Art des Schwindels und mögliche neurologische Ursachen ab.

Zentralnervensystem

Erkrankungen des Zentralnervensystems betreffen Gehirn und Rückenmark. Wir klären Ursachen ab, beraten zu Behandlungsmöglichkeiten und koordinieren die weitere Versorgung in Kooperation mit spezialisierten Einrichtungen.

Schlaganfall

Plötzlich auftretende Ausfälle wie Halbseitenlähmung, Sprach-/Sprachverständnisstörungen, Gesichtsfeldeinschränkungen oder Schwindel können auf einen Schlaganfall hinweisen. Die Akutversorgung erfolgt in der Notfallmedizin. Wir unterstützen Sie bei der weiteren Abklärung, sekundären Prävention sowie bei der Nachsorge. Ferner bieten wir eine Schlaganfallvorsorgeuntersuchung an.

Demenz

Gedächtnis‑, Orientierungs‑ und Aufmerksamkeitsstörungen sowie Veränderungen im Verhalten oder in Alltagsfähigkeiten können Anzeichen einer demenziellen Entwicklung sein. Die Diagnostik umfasst Anamnese, neurologische Untersuchung, standardisierte kognitive Tests, Labor und bei Bedarf Bildgebung (MRT in Kooperation). Wir besprechen medikamentöse und nicht-medikamentöse Maßnahmen und strukturieren die Verlaufskontrollen. Ferner bieten wir eine Demenzvorsorgeuntersuchung an.

Tumorerkrankungen des Zentralnervensystems

Tumoren des Gehirns oder Rückenmarks äußern sich je nach Lage durch Kopfschmerzen, Krampfanfälle, neurologische Ausfälle oder Wesensveränderungen. Wir übernehmen die initiale neurologische Einschätzung, veranlassen die notwendige Bildgebung und die weitere Abklärung und Behandlung in Zusammenarbeit mit neuroonkologischen Zentren. Verlaufskontrollen und symptomorientierte Begleitung (z. B. Schmerz‑ und Anfallskontrolle) erfolgen abgestimmt.

Gerätegestützte Untersuchungen

Elektroneurographie (ENG)/Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)

Die Elektroneurographie (ENG), auch Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) genannt, ist eine Untersuchung, bei der die Leitfähigkeit Ihrer Nerven überprüft wird. Sie zeigt an, wie schnell elektrische Signale von Ihren Nerven weitergeleitet werden.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Auf Ihre Haut werden kleine Elektroden angebracht.
  • Ein kurzer, schwacher Stromimpuls stimuliert den Nerv.
  • Die Elektroden messen, wie schnell das Signal weitergeleitet wird.

Warum wird eine ENG gemacht?

  • Um Nervenschäden zu erkennen
  • Zur Diagnose von Einengungen oder Störungen der Nervenleitung
  • Zur Verlaufskontrolle bei neurologischen Erkrankungen
Elektromyographie (EMG)

Die Elektromyographie (EMG) ist eine Untersuchung, bei der die elektrische Aktivität Ihrer Muskeln gemessen wird. So lässt sich feststellen, ob Muskeln oder die sie steuernden Nerven beeinträchtigt sind.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Kleine, feine Nadeln werden in den Muskel eingeführt.
  • Die Nadeln messen die elektrischen Signale, die entstehen, wenn der Muskel arbeitet oder sich entspannt.
  • Die Signale werden bildlich dargestellt und ausgewertet.

Warum wird ein EMG gemacht?

  • Zur Erkennung von Nervenschäden
  • Zur Diagnose von Muskelerkrankungen
  • Zur Abklärung von Erkrankungen der neuromuskulären Verbindung
Elektrophysiologische Myasthenie-Diagnostik

Diese Untersuchung hilft dabei festzustellen, ob eine Myasthenia gravis (eine Erkrankung, bei der die Muskeln schnell ermüden) oder eine ähnliche Muskelschwäche vorliegt. Dabei wird geprüft, wie gut die Nerven mit den Muskeln zusammenarbeiten.

Wie funktioniert die Untersuchung?

  • Kleine Elektroden werden sanft auf die Haut über dem Muskel gesetzt.
  • Der Nerv, der diesen Muskel steuert, wird mit sehr kurzen, schwachen elektrischen Impulsen gereizt.
  • Beurteilt wird, wie stark der Muskel reagiert und ob sich die Reaktion bei wiederholter Reizung verändert.

Warum wird die Untersuchung gemacht?

  • Zur Diagnose von Myasthenia gravis oder ähnlichen Muskelschwächen
EEG – Elektroenzephalographie

Die Elektroenzephalographie (EEG) ist eine Untersuchung, bei der die elektrische Aktivität Ihres Gehirns gemessen wird.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Auf die Kopfhaut werden kleine Elektroden angebracht.
  • Diese Elektroden messen die elektrischen Signale, die entstehen, wenn die Gehirnzellen arbeiten oder ruhen.
  • Die Signale werden auf einem Bildschirm angezeigt und ausgewertet.

Warum wird ein EEG gemacht?

  • Zur Diagnose von Epilepsie
  • Zur Abklärung von Bewusstseinsstörungen
  • Zur Erkennung anderer Auffälligkeiten der Hirnaktivität
Evozierte Potentiale (VEP, AEP, SSEP)

Mithilfe evozierter Potentiale (EP) lässt sich untersuchen, wie gut Nervenbahnen im Körper Signale von den Sinnesorganen – wie Auge, Ohr oder Haut – weiterleiten.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • VEP (visuell evozierte Potentiale): Schachbrettmuster werden auf einem Bildschirm gezeigt.
  • AEP (auditiv evozierte Potentiale): Akustische Signale werden über Kopfhörer ans Ohr gegeben.
  • SSEP (somatosensorisch evozierte Potentiale): Kleine Stromreize werden auf der Haut eingesetzt.

Auf die Kopfhaut werden – ähnlich wie beim EEG – kleine Elektroden angebracht, die messen, wie schnell und zuverlässig die Signale weitergeleitet werden. Die Ergebnisse werden auf einem Bildschirm angezeigt und ausgewertet.

Warum werden evozierte Potentiale gemacht?

  • Zur Erkennung von Schäden oder Störungen der Nervenbahnen
Dopplersonographie der hirnversorgenden Gefäße (extra- und transkraniell)

Die Dopplersonographie ist eine Untersuchung, bei der mittels Stiftsonden, die oberflächlich auf die Haut aufgesetzt werden, die Blutströmung in den Arterien überprüft wird. So lässt sich erkennen, ob die Gefäße verengt oder verschlossen sind.

Arten der Untersuchung

  • Extrakraniell: Die großen Gefäße am Hals (Halsschlagadern) werden untersucht.
  • Transkraniell: Die Gefäße im Gehirn werden an bestimmten Stellen des Schädels untersucht.

Warum wird die Dopplersonographie gemacht?

  • Zur Erkennung von Gefäßverengungen
  • Zur Diagnose von Durchblutungsstörungen
  • In der Nachsorge von Schlaganfällen sowie zur Beurteilung des Schlaganfallrisikos
Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße

Die Duplexsonographie ist eine spezielle Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße, die das Gehirn versorgen. Sie kombiniert normale Ultraschallbilder mit einer Messung der Blutströmung, sodass sowohl die Flussgeschwindigkeit als auch die Gefäßstruktur beurteilt werden können.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Ein Schallkopf wird auf den Hals aufgesetzt.
  • Auf dem Bildschirm können eingeengte oder verschlossene Gefäße erkannt und die Durchblutung beurteilt werden.

Warum wird die Duplexsonographie gemacht?

  • Zur Erkennung von Gefäßverengungen
  • Zur Diagnose von Durchblutungsstörungen
  • In der Nachsorge von Schlaganfällen sowie zur Beurteilung des Schlaganfallrisikos

Unterschied zwischen Doppler- und Duplexsonographie:

  • Dopplersonographie:
    • Misst, wie schnell und in welche Richtung das Blut fließt.
    • Zeigt, ob die Blutströmung normal, verlangsamt oder turbulent ist.
    • Liefert keine genauen Bilder der Gefäßwände, nur die Flussgeschwindigkeit.
  • Duplexsonographie:
    • Kombiniert die Doppler-Messung mit einem Ultraschallbild der Gefäße.
    • Ermöglicht die Beurteilung der Gefäßstruktur, z. B. Verengungen, Plaques oder andere Veränderungen.
Nervensonographie (IGeL)

Die Nervensonographie ist eine Ultraschalluntersuchung der Nerven. Mit dieser Untersuchung lässt sich feststellen, ob ein Nerv gesund, gereizt oder eingeklemmt ist.

In unserer neurologischen Praxis bieten wir Nervenultraschall (Neurosonographie) als individuelle Gesundheitsleistung auf Selbstzahlerbasis an. Die Kosten werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Privatversicherte sollten vorab klären, ob ihre Versicherung die Kosten erstattet.

Gerne beraten wir Sie persönlich zu Nutzen, Ablauf und Kosten des Nervenultraschalls und prüfen, ob diese Untersuchung in Ihrem Fall sinnvoll ist. Vereinbaren Sie dafür einfach einen Termin in unserer Sprechstunde.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Ein kleiner Ultraschallkopf wird sanft auf die Haut über dem Nerv gesetzt.
  • Auf dem Bildschirm kann die Struktur des Nervs, mögliche Schwellungen oder Engstellen sichtbar gemacht werden.

Warum wird die Nervensonographie gemacht?

  • Zur Erkennung von Schwellungen, Engstellen oder Reizungen

Weitere Leistungen

Hirnleistungsdiagnostik

Die Hirnleistungsdiagnostik umfasst Tests, die Ihre geistige Leistungsfähigkeit überprüfen. Dabei wird untersucht, wie gut verschiedene Bereiche Ihres Gehirns funktionieren.

Getestete Bereiche

  • Gedächtnis
  • Aufmerksamkeit
  • Konzentration
  • Sprache
  • Orientierung

Die von uns verwendeten Tests bieten eine erste Einschätzung Ihrer Hirnleistungsfähigkeit.

Labordiagnostik

Wir bieten Ihnen eine umfassende Palette an Laboruntersuchungen – direkt vor Ort oder in Zusammenarbeit mit spezialisierten Fachlaboren an.

Psychosomatische Grundversorgung

Krankheiten entstehen oft aus einem Zusammenspiel von biologischen Ursachen und psychischen sowie sozialen Einflüssen. Die psychosomatische Grundversorgung zielt darauf ab, diese Zusammenhänge im direkten Kontakt zwischen Arzt und Patient herauszuarbeiten. Im weiteren Behandlungsverlauf können diese Aspekte gezielt berücksichtigt werden. Bei stärkeren Beschwerden, die über die Grundversorgung hinausgehen, erfolgt die Behandlung interdisziplinär, gemeinsam mit psychotherapeutisch tätigen Fachkräften.

Schlaganfallvorsorge (IGeL)

Als neurologische Facharztpraxis liegt uns Ihre langfristige Hirngesundheit am Herzen. Ein Schlaganfall ist kein Schicksalsschlag, sondern in vielen Fällen das Resultat jahrelanger, unbemerkter Gefäßveränderungen.

Mit unserer spezialisierten Schlaganfall-Vorsorgeuntersuchung bieten wir Ihnen die Möglichkeit, Ihr individuelles Risiko bestimmen zu lassen.

Duplex-Sonographie & IMD-Messung

Mittelpunkt der Untersuchung ist die farbkodierte Duplex-Sonographie der extrakraniellen (hirnversorgenden) Gefäße. Hierbei untersuchen wir nicht nur den Blutfluss, sondern analysieren detailliert die Gefäßwandstruktur:

  • Detektion von Plaques: Früherkennung von Ablagerungen, die zu Gefäßverschlüssen führen könnten.
  • Messung der Intima-Media-Dicke (IMD): Bestimmung der Gefäßinnenschicht (möglicher Indikator für das Arteriosklerose-Risiko).
  • Strömungsanalyse: Beurteilung der Strömungsverhältnisse in den Gefäßen.

Transparenz und Kosten

Da die Schlaganfallvorsorge bei beschwerdefreien Patientinnen und Patienten nicht zum Regelleistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen gehört, bieten wir diese Untersuchung als Selbstzahlerleistung (IGeL) an.

  • Abrechnung: Erfolgt transparent nach der Gebührenordnung für Ärzte ( GOÄ ).
  • Investition in Ihre Gesundheit: Das Honorar für die komplette neurologische Gefäßvorsorge (Beratung, Untersuchung, IMD-Messung und Befundbericht) beträgt 125,00 € (Stand 2026).
  • Privatversicherte: Bitte klären Sie vorab mit Ihrer Krankenversicherung die Kostenübernahme. In vielen privaten Tarifen ist diese im Rahmen der Gesundheitsvorsorge möglich.

Gerne beraten wir Sie persönlich zu Nutzen, Ablauf und Kosten der Schlaganfallvorsorge. Vereinbaren Sie dafür einfach einen Termin in unserer Sprechstunde.

Demenzvorsorge (IGeL)

Vergesslichkeit im Alltag ist oft harmlos, kann aber auch ein frühes Warnsignal sein. Viele Risikofaktoren für kognitive Störungen sind beeinflussbar – je früher Veränderungen erkannt werden, desto gezielter lässt sich gegensteuern, um die Lebensqualität länger zu erhalten.

Mit unserem spezialisierten Gedächtnis-Check-up bieten wir Ihnen eine fundierte Untersuchung Ihrer Hirnleistungsfähigkeit.

Was beinhaltet die Demenzvorsorge?

  • Ärztliches Gespräch: strukturierte Anamnese mit Erfassung subjektiver Beschwerden und Alltagsfunktionen.
  • Neuropsychologische Testverfahren: Anwendung validierter Tests (z. B. DemTect, MMST, ggf. MoCA) zur Überprüfung von Gedächtnis, Aufmerksamkeit/Konzentration und Orientierung.
  • Neurologische Untersuchung: Beurteilung motorischer, sensibler und koordinativer Funktionen.
  • Psychiatrische Anamnese: bei Bedarf ergänzt durch validierte Fragebögen (z. B. zu Depression/Angst).
  • Elektroencephalographie (EEG): falls indiziert zur ergänzenden Beurteilung der Hirnaktivität.
  • Ergänzende Blutuntersuchungen: bei Bedarf (z. B. Vitaminstatus, Schilddrüse).

Transparenz und Kosten

Früherkennungsuntersuchungen auf Demenz ohne ausgeprägte Symptomatik werden von den gesetzlichen Krankenkassen derzeit nicht übernommen. Um Ihnen diese Vorsorge zu ermöglichen, bieten wir sie als Selbstzahlerleistung (IGeL) an.

  • Abrechnung: transparent und rechtssicher nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
  • Kosten: je nach Umfang der psychometrischen Tests ca. 80 € bis 120 € für den Basis-Check-up.
  • Privatversicherte: private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten häufig im Rahmen der Vorsorge; bitte klären Sie die Kostenübernahme vorab mit Ihrer Versicherung.

Leitlinien und Evidenz

Unsere Vorsorgekonzepte orientieren sich an aktuellen Empfehlungen und Evidenz:

Vereinbaren Sie gerne einen Termin zur Beratung und individuellen Planung.